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Furcifer pardalis - das Pantherchamäleon

Verbreitung:

Das Pantherchamäleon lebt in Madagaskar an einer Küstenlinie und auf den Inseln Nosy Bé, Nosy Mangabe und Nosy Boraha, Nosy Faly, Nosy Mitsio, Nosy Sakatia und Nosy Tanikely.

Klima:

Das Klima ist schon sehr unterschiedlich im Verbreitungsgebiet des Pantherchamäleon. Als Beispiel, es gibt Regionen mit durchschnittlich 21 Regentagen im Monat, aber auch Regionen mit nur 14 Regentagen im Monat. Die mittleren Jahretemperaturen liegen im gesamten Gebiet zwischen 23,5 und 25,5 Grad. Die mittleren Tiefstwerte betragen 16-22 Grad und die mittleren Höchstwerte 22-30 Grad. Das gesamte Verbreitungsgebiet ist durch einen trockeneren, kühleren Südwinter und einen feuchteren, wärmeren Südsommer gekennzeichnet.

Größe der Tiere:

Männliche Exemplare können eine Gesamtlänge von 55 cm erreichen. Bei der Terrariumhaltung allerdings eine maximale Größe von 45 cm. Weibliche Pantherchamäleon erreichen maximal 35 cm.


Farbvarianten 

Die verschiedenen Bezeichnungen vom Pantherchamäleon beziehen sich auf die Fundorte der Tiere. Es gibt über 20 verschiedene Farbvarianten. Diego Suarez, Joffreville, La Mer á Rouge, Nosy Bé, Nosy Komba, Nosy Tanikely, Ambanja, Ankify, Ankaramy, Mahajanga, Ankarafantsika, Ambilobe, Manehoko, Sambava, Marojezy, Andapa, Antalaha, Ambohitralanana, Maroantsetra, Nasy Mangabe, Mananara, Nosy Boraha, Tarnatave, Mandrako, Morondava, Tolanaro, Mauritius, Réunion. Bitte auswendig lernen, ist sehr wichtig.

Auf drei Varianten werde ich ein wenig genauer eingehen.

Pantherchamäleon furcifer pardalis - ambanja:

Betrachten wir ein Männchen aus dieser Region. Die Grundfarbe reicht von grün bis gelb und haben oft bläuliche Farbanteile. Vertikalbänder heben sich blau ab und sind mit roten Flecken durchzogen. Der Lateralstreifen ist weiß, aber auch dort können blaue Farbanteile vorkommen. Die Lippen und der Maulwinkel sind weiß bis gelb. Der Kopf schimmert grün, mit roten Farbanteilen. Die Lider können rot/gelb sein.

Pantherchamäleon furcifer pardalis - nosy bé

Auch hier betrachten wir ein Männchen aus dieser Region. Die Grundfarbe variiert von graublau über bläulich grün bis grün oder olivgrün. Die Vertikalbänder besitzen den gleichen Grundton sind jedoch dunkler und nur schwach zu erkennen. Eine rote Punktzeichnung kann der ganze Körper aufweisen. Der Lateralstreifen weiß, manchmal mit bläulichem Schimmer. Lippen und Maulwinkel sind meistens gelb. Die Lider sind rot/gelb.

Pantherchamäleon furcifer pardalis - diego suarez

Wir betrachten wieder das Männchen dieser Gattung. Männchen sind einfach interessanter und bei den meisten auch beliebter. Die Männchen zeigen in der Prachtfärbung eine leuchtend gelbe Grundfarbe, die von dunkelbraunen bis roten Vertikalbändern unterbrochen wird. Bei adulten Tieren können Anfangs auch eher grünliche Grundfarben mit bläulichen Vertikalbändern auftreten. Die Lider sind rot, mit schwarzen oder grünen Streifen. Der Lateralstreifen ist hellblau, die Lippen und Mundwinkel gelblich weiß. In Normalfärbung sind die Vertikalbänder grün mit bräunlich roten Farben. Der Lateralstreifen ist gräulich weiß.


Haltung: 

Terrarium:

Wenn man vor dem Neukauf eines Terrariums steht, dann würde ich zu einem Holzterrarium mit ausreichend großen Gazeflächen raten. Wer vielleicht noch ein Glasterrarium hat oder günstiger eins erwerben könnte, der kann dieses auch mit wenig Aufwand so umgestalten, das sich das Chamäleon auch darin wohlfühlt. Das Terrarium sollte in die Höhe gehen und nicht wie bei vielen anderen Terrarien die größte Fläche in der Breite haben. Mit einer Höhe von 120 cm macht man nichts falsch, aber wenn es noch höher ist, dann ist das natürlich nicht verkehrt. Die Breite sollte mindestens 80 cm aufweisen und die Tiefe 60 cm. Die Luftfeuchtigkeit durchschnittlich bei 60-70% liegen. Als Bodengrund nehme ich ein Laubwalderde in einer Höhe von mind 20 cm. Bei Weibchen sollte der Bodengrund ca 30 cm hoch sein, da sie zur Eiablage tief graben.

Die Temperaturen im Terrarium sollten tagsüber bei 27-29 Grad, unter dem Wärmespot 35 Grad. In der Nacht 18-23 Grad. Im Winter tagsüber 20-24 Grad und in der Nacht 16-20 Grad.

Sonnenbad:

Nichts ersetzt das Sonnenlicht. Also wenn sie die Möglichkeit haben, dann gönnen sie ihrem Tier viel Sonne auf dem Balkon oder im Garten. Auch hier empfiehlt sich ein ausreichend belüftetes Gazeterrarium oder Flexarium mit genügend schattigen Plätzchen und ausreichendem Sprühen von Wasser. Sie können das Tier aber auch nur auf eine Pflanze setzen ohne Terrarium, dann sollten sie allerdings immer ein Auge darauf haben.

Leuchtmittel:

Ein wirklich großes Thema in der Terraristik mit sehr vielen verschiedenen Meinungen und Möglichkeiten. Je heller, desto besser - dies sollte man sich auf jeden Fall schon mal merken. Es gibt sämtliche Möglichkeiten das Terrarium möglichst hell zu gestalten. Dazu eignen sich HQI Strahler, diese sind besonders hell und bringen auch ein wenig wärme ins Terrarium. Auch T5 Leuchtstoffröhren empfehlen sich für gute Helligkeit im Terrarium, Wärme strahlen die Leuchtstoffröhren allerdings nicht ab. Zusätzlich zu gerade erwähnten Leuchtmitteln muß ein Wärmespot vorhanden sein, der dem Tier die Möglichkeit bietet bei Bedarf Wärme zu tanken. Unvermeidlich ist auch die Anschaffung einer UV Lampe. Mit dieser wird das Chamäleon zwei bis drei mal in der Woche für ca 30 Minuten bestrahlt. Die geläufigste Lampe dafür ist die Osram Vita Lux mit 300 Watt. Bitte beachten das ein Sicherheitsabstand zum Chamäleon von 1 Meter eingehalten wird.

Pflanzen und Ausstattung im Terrarium:

Das Terrarium sollte schön dicht bepflanzt sein und mit vielen Klettermöglichkeiten aus stabilen Ästen ausgestattet sein. Es sollten horizontale und vertikale Klettermöglichkeiten hergerichtet werden. Besonders beliebt sind Pflanzen der Gattung Ficus.

Nahrung: 

Pantherchamäleon fressen sehr viele verschiedene leckere Dinge. Heuschrecken, Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Motten, Zophobas und Fliegen sind da gern gesehen. Aber auch mit Obst und Gemüse kann man es zwischendurch mal versuchen. Die Futtertiere sollten mit einem Vitamin, z.B Korvimin ZVT+Reptil eingestäubt werden. Die Wasseraufnahme erfolgt über das tägliche besprühen des Terrariums und/oder über das tränken mit der Pipette oder einer Einwegspritze. Mein Tier trinkt sogar aus einem Glas oder einer Tasse.



 

 

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